Im Rahmen des Steirischen Herbstes 2004 installierte Hans Hs Winkler im Gesäuse, einer Hochgebirgslandschaft in der Nähe von Graz, eine Arbeit über das Wildern. Er setzte sich mit den Geschichten und Mythen über Wilderer auseinander, wie z. B. über den „Schwarzen Peter“, der durch seine Aktivitäten der „Obrigkeit“ trotzte und auch nie gefasst wurde. Während eines längeren Aufenthaltes erhielt er, in Gesprächen mit Bauern und Hirten, Informationen von einem, seit Generationen mündlich, überliefertes Regelwerk für Wilderer, quasi auf einem Handbuch für Wilderer.

In einer speziell aufgestellten Hütte im Gesäuse, in 1500 m Höhe, wurden diese Regeln wieder mündlich (akustisch) dem Wanderer und Interessiertem weitergegeben. Die Arbeit ist jetzt Teil der Sammlung des Museums Admont.

Gebirgskrimi . Grundlage des Hörspieles werden Erzählungen und Wilderergeschichten aus dem Gesäuse sein, die vom „schwarzen Peter“, dem Peternsteig als auch von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen handeln. Für das Projekt wurden Recherchen und Nachforschungen gemacht und versucht dem Mysterium des Wilderns auf den Grund zu gehen.

Nach wie vor erzählt man sich auf der Haindlkarhütte die Geschichten vom „schwarzen Peter „, der sich öfters der Verfolgung durch die Jäger entzog, indem er sich in unüberwindlich scheinende Felsformationen wagte und immer wieder einen mysteriösen Fluchtweg fand, der später nach ihm „Peternsteig“ benannt wurde. Dies geschah 1870-1880. Bis zum heutigen Tage wird darüber spekuliert und man sympathisiert mit dem Wilderer, der der Obrigkeit trotzte und den Jäger und die Polizei schlecht aussehen ließ. Seine Identität ist bis heute unbekannt.

Der Wilderergeschichte kann nur in der hierfür aufgestellten „Aussichtshütte“ in der Nähe der Haindlkar-Hütte über Lautsprecher gelauscht werden. Mit Blick auf den Peternsteig. Der „Krimi“ wird von Schauspielern und Geschichtenerzählern vorgetragen und mit Originaltönen aus der Haindlkarhütte vermischt.

In Zusammenarbeit mit Tilman Neuffer. Unterstützt von: Ernst Kren, Admont Dr. Michael Braunsteiner, Museum Stift Admont